Erosophie

Erosophy.com: Erotik, Emotionen und Erkenntnis.

Erosophie ist ein Schreibprojekt, das zum Ziel hat, eine neue, lebensnahe Philosophie der Erotik zu entwickeln, die Sex & Sexualität und alles umfasst, was damit zusammenhängt. Der Bezug auf den altgriechischen Eros hat eine wesentliche Bedeutung. Jener Daímon (“Dämon”) Platons, der als Mittler zwischen Irdischem und Göttlichem, zwischen Sehnsucht und Erfüllung steht, gilt als sinnbildliche Triebfeder des platonischen Denkens. Eine Funktion des Vermittelns und Moderierens will ich auch hier als Autor erfüllen, indem ich einen Mittelweg zwischen rationalem Denken und empirischem Anspruch einerseits, spiritueller Empfindsamkeit und nichtwestlichen Weisheiten andererseits betrete. Daher fließen meine Erfahrungen mit Neo-Tantra und antike Philosophie ebenso in diese Arbeit ein wie Gender-Wissenschaften, (queer-)feministische Gesellschaftskritik und pragmatische Tipps aus der Sex-Positivity-Szene.

Dieses Projekt wird von meinem persönlichen Lebensweg geprägt. Als bisexueller Mann, der sich nie völlig mit einem der beiden heteronormativ-binären Geschlechtern identifizieren konnte, beschäftigt mich nicht nur die Suche nach meiner queeren Identität oder einem individuellen positiven Zugang zu Sex & Sexualität. Im denken immer schon sokratisch/platonisch geprägt, ging mir immer schon darum, die Finsternis des Nichtverstehens und Missverstehens zu überwinden, die auch viele sexuelle Beziehungen verdunkelt. Die Philosophie, mit bewusster Anspielung auf ihre antiken Wurzeln, ist ein Weg ins Licht der Erkenntnis. Sie ist beseelt vom Streben nach Wahrhaftigkeit und Schönheit; und Eros, als Gott der begehrenden Liebe, ist ihr ständiger Begleiter. Im Erotischen verbindet sich die Sehnsucht nach erfüllter Sexualität und das Begehren von Weisheit zu einer sich vervollständigenden Lust, zu einem gemeinsamen Weg. Der Wunsch einander zu “erkennen”, wurde bereits in der Bibel zu einem Synonym für Sex und geht doch darüber hinaus.
Es sind vielfache Tabuisierungen, Verschattungen und Missverständnisse die letztlich nicht nur den Spaß im Bett verderben, sondern Beziehungen zwischen Menschen und die Gesellschaft allgemein belasten. Dessen Auswirkung wird besonders deutlich im mehr oder weniger intimen Raum unserer Sexualität. Von dort aus lassen sich Rückschlüsse und Erkenntnisse gewinnen über unsere Empfindungen, Beziehungen und Verhältnisse zu anderen, vor allem aber zu uns selbst. Die Erosophie sucht gezielt in diesem Bereich nach Erkenntnis, Aufklärung und Hilfsmittel.

Langfristiges Ziel dieses Projektes ist ein umfassendes Buch zu diesem Thema. In der Zwischenzeit sollen hier immer wieder Artikel – auf Englisch und Deutsch – erscheinen.

Ihr findet Erosophy (Englisch) auch auf Instagram: erosophy_com

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