Die Trennung des Unzertrennlichen – Warum ich hier schreibe

Mein erster Artikel für das YoniLove Project, vom 29. September. 2017, soll auch erklären, warum ich für das Projekt schreibe, die feminine Seite des Lebens besser beleuchtet.

Hier ein Auszug:

Teile, herrsche und vermarkte

Hier entsteht ein wesentliches Spannungsfeld. Zwischen öffentlicher Erwartung oder privater Wirklichkeit sind wir eingespannt, meist angespannt. Vor allem die unterschiedlichen Erwartungen an die Kategorien „Frau“ und „Mann“, die Menschen von draußen mit nach hause nehmen, entladen sich immer wieder in Sezessionskriegen. Der Boulevard beschreibt sie oft als „Familientragödien“. Deren Opfer sind, wie in allem Kriegen, hauptsächlich Frauen.
An Männer werden zwar ebenso „kategorische“ Erwartungen gestellt, aber die Konsequenzen bei Verweigerung sind andere. Das Feminine und der weibliche Körper stehen unter intensiverer Beobachtung und Kritik. Immer noch herrscht ein Misstrauen gegenüber feministischen Energien, eine Verlustangst der Herrschenden, Nostalgiewerte der Männerbünde, die man unter Denkmalschutz stellen möchte. Frauen werden politisch als Minderheit behandelt – aus guten und schlechten Gründen. Ist Weiblichkeit gesellschaftliche Benachteiligung oder natürliche Behinderung? Die Kinder-Überraschungseier „für Mädchen“ stehen jedenfalls neben den „normalen“. Teile und herrsche!

Medial wird vieles auf die Spitze des Vermarktbaren getrieben, auch die oberflächliche Femininität der Frauen, neben der Maskulinität der Männer. Entsprechend stark empfinde ich das Trennende zwischen diesen Gender-Klassikern – vor allem „sozial“-medial. Schmoll-lippig beraten sich erwachsene Frauen, um möglichst mädchenhaft zu erscheinen. Während Männer ihre Muskeln vergrößern wollen – oder ihre Penisse. Das Maskuline wird als Körperkraft kategorisiert; das Feminine als Niedlichkeit. Immer noch. Es ist ein Zeichen der Verunsicherung unserer individuellen Identität und ein gutes Geschäft. Menschen als Zielgruppen.

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