Sexualisierte Gewalt: Der kollektive Wahnsinn @YoniLoveProject

Die Gräben verlaufen kreuz und quer. Und oft verhallt der Austausch im Kreuzfeuer der gegenseitigen Vorwürfe. Zwischendrin schrieb Sibylle Hamann einen klugen Kommentar im  Falter. Sie meint: „Der kollektive Erfahrungsschatz, den plötzlich so viele Frauen anzapfen, ist Männern fremd.“

Die vielen Abwehrreaktionen, vor allem von Männern, sind daher nicht verwunderlich. Die Einen sind geschockt. Andere fühlen sich ertappt und wieder andere haben vielleicht ein schlechtes Gewissen, weil sie einmal etwas sahen. Aber sie mischten sich nicht ein, vielleicht weil sie es für eine Kleinigkeit hielten. Nun erfahren sie, wie groß und weit verbreitet diese „Kleinigkeit“ ist. Es könnte mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die eigene Frau, Freundin, Mutter, Schwester, Tochter betreffen.

Männer sind genauso wenig ein Kollektiv oder „Geschlechtsgenossen“ wie Frauen. Sie tauschen sich auch nicht mehr über besagte Themen aus als Frauen. Das eigentlich Kollektive liegt dort, wo man die Menschheit systematisch in zwei Geschlechter aufteilen möchte („Teile und herrsche“). Der Nährboden von sexualisierter Gewalt und Sexismus lebt auch vom Ignorieren dieser unserer Gemeinsamkeit.

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